Mountainbike - Juni, 2015

Saisonhighlight Mountainbike: Trailtage im Vinschgau

Nach wochenlanger Vorfreude war es endlich soweit!
Vom 03. bis 07. Juni 2015 zog es 19 Teilnehmer unserer Mountainbikegruppe, bestehend aus Frauen und Männern aller Altersklassen, in das sonnige und warme Klima des südtiroler Vinschgaus.

In Tarsch bei Latsch schlugen wir unser Quartier auf. Auf dem Plan standen Cross-Country und All-Mountain-Touren, teils gespickt mit Trail- Abfahrten.

Um sich an die besondere Traillandschaft des Vinschgaus zu gewöhnen, ging es am Tag unserer Anreise Mittwoch Mittags zunächst zur Eingewöhnung auf den Tarscher Übungsparcours.

Ob flowig oder verblockt, hier konnte auf überschaubarer Fläche unter Anleitung unserer MTB- Übungsleiter Holger und Holger das geübt werden, was uns in den folgenden Tagen immer wieder begegnen sollte: technisch tolle und anspruchsvolle Trails zu bewältigen.

Um das Geübte praktisch umzusetzen, ging es nach einer theoretischen Einweisung in Fahrtechnik und Sicherheit am späten Nachmittag dann auch endlich richtig los.

Über den "Latscher Trailzauber" führten uns verwinkelte Pfade teils technisch, teils flowig bis zur Burgruine Obermontani. Nach einem herrlichem Ausblick über den Vinschgau erwarteten uns knifflige Spitzkehren, die uns über Morter und den 'Neuwaal', einem Trail zum dortigen Bierkeller brachten, den wir selbstverständlich zur Stärkung nutzten.

Am zweiten Tag starteten wir am nächsten Morgen um neun Uhr zu unserer ersten Ganztagestour. Dabei fuhren wir ab Latsch via Bike Shuttle zunächst bis Schluderns, von wo aus es erst einmal rd. 900 Höhenmeter im Schatten der umgebenden Wälder auf Bergstraßen und Forstwegen bergauf ging.

Mit einem fantastischen Rundblick in das Reschental, über den Vinschgau bis hin zu den Gletscherbergen der Ortlergruppe  empfing uns nach Überquerung einer Almwiese das erste Trailstück. Angelehnt an den "Sonnseitn-Zugtrail", oberhalb von Spondinig und Eyrs verlaufend, führte uns dann eine wunderschöne eng gesäumte Trailroute durch Wälder und Seitentäler.
Der sogenannte Großboden gab dabei immer wieder herrliche Blicke auf den gesamten Vinschgau und in die Gletscherregion des Laasertales samt gleichnamigen Marmorbruch frei. Nach weiteren 500 Höhenmetern  in ständigem "auf- und ab", kehrten wir im Gasthof Paflur oberhalb von Tanas ein. Nach ausgedehnter Mittagspause folgten wir dann der Tanaser Straße bergab bis Allitz.  Vorbei am Sportplatz in Laas rollten wir über Rad-und Forstwege zurück in unser Quartier nach Tarsch. Insgesamt sammelten wir so rd. 1600 hm und 40 km an diesem wunderschönen Tag.

Wieder um neun Uhr begann unser dritter Tag mit einem angenehmen Einrollen auf dem Etschtal-Fahrradweg. Dieser führte uns bis Laas. Bevor uns die sommerliche Hitze im Tal zu sehr zu schaffen machte, ging es auf zunächst asphaltiertem Weg im Schatten der Nörderberger Bewaldung aufwärts bis zur Marmorstraße. Auf dieser werden früher wie heute die schweren Marmorblöcke des Göflaner Marmorbruchs abtransportiert. Dieser folgend gelangten wir unterhalb des alten Marmorbruchs zum höchsten Punkt der Etappe auf 2.000 m ü. NN. Nach einem gelungen Gruppenfoto auf einem ausgestellten Marmorblock ging es wieder abwärts bis zur Göflaner Alm auf 1.827 m.

Dort gestärkt, führte uns der Weg nun steil bergab bis zu den Köhlplätzen, auf einem traumhaften Flowtrail nahezu höhengleich vorbei zur Weißkaser Alm, einer herrlichen Wiesenfläche inmitten der schattenspendenden Bewaldung. Mit fahrtechnischen Hinweisen unserer Mountainbike-Guides Holger und Holger visierten wir so das letzte Etappenziel und den Höhepunkt des heutigen Biketages an: den "Holy Hansen Trail".

In Nähe des Haslhofes bei rd. 1740 m ü NN beginnend, schlängelt sich der "Holy Hansen Trail" größtenteils auf natürlichem Wege talwärts. Der rund 950 m lange Abstieg auf diesem Trail führte uns über eine abwechslungsreiche Mischung aus flachen Passagen mit Wellen, kleinen Sprüngen, Anliegern und auch teils verblockten Bereichen. Immer wieder dazwischen liegende enge Kehren und Steilstücke forderten unsere Bremsen und Kräfte sehr, da höchste Konzentration und Anspannung gefragt waren.

Schlussendlich hat unsere gesamte Gruppe, bestehend aus Frauen und Männern der unterschiedlichsten Alters- und Könnensstufen, den Trail erfolgreich meistern können. Geschafft, aber mit glücklichen Gesichtern,  ging es dann über Morter nach ca. 50 km und rd. 1.600 Höhenmetern wieder zurück in unsere Unterkunft.
 
Nach nun doch spürbar anstrengenden Vortagen stand der letzte und vierte Tag unserer Tour vor uns. Gelockt von der Aussicht auf einen nicht ganz so langen Tagesverlauf und einen Besuch im Latscher Eiscafe fanden wir uns alle im  Sattel wieder.

In zwei Gruppen ging es dann los. Die rd. 800 Höhenmeter von Tarsch startend waren für beide Gruppen oft sportlich steil, aber der Panoramablick ins Vinschgau entschädigte entsprechend. Während die eine Gruppe direkt zur Marzoner Alm fuhr, kurbelte die zweite Gruppe eine Variante mit ein paar zusätzlichen Höhenmetern zur Freiberger Mahd ab, einer traumhaft ursprünglichen Alm auf 1674 m ü NN. Nach einer dortigen kurzen Kaffeepause und herrlichem Wurzeltrailstück trafen sich alle Teilnehmer auf der unterhalb gelegenen Marzoner Alm (1595 m. ü NN) zur gemeinsamen Einkehr und Mittagspause wieder.

Gestärkt und mit gekühlten Bremsen ging es dann auf dem "Lupo-Trail" rd. 730 Höhenmeter abwärts. Flüssig zu fahren, für alle Teilnehmer trotz ziemlich steinigen Untergrundes aber gut machbar, kreuzt der Trail immer wieder die Forst- bzw. Teerstraßen, an denen sich die strapazierten Handgelenke und Beine gut ausschütteln ließen.

Über Tabland und den Etschtal-Fahrradweg ging es via Kastellbell dann zurück nach Latsch, wo wir, vor dem letzten Anstieg zu unserer Tarscher Unterkunft, endlich den verdienten Eisbecher zu uns nehmen durften. Schließlich kehrten wir so nach 1600 Höhenmetern und 40 km an unseren Ausgangspunkt zurück.

Nach 4 Tagen mit bestem Bikewetter, toller Stimmung, herrlichen Strecken und Aussichten, die durch die wieder einmal exzellente Vorbereitung unserer DAV Mountainbike Fachübungsleiter Holger & Holger ausgesucht wurden, ist unser Bikehighlight des Jahres 2015  für alle Teilnehmer erfolgreich zu Ende gegangen.

Um viele Eindrücke bereichert und auf den teils sehr anspruchsvollen Trailabfahrten "gewachsen", wurden die fahrtechnischen Fähigkeiten jedes Einzelnen weiter ausgebaut.

Danksagung:
Wir möchten uns an dieser Stelle ausdrücklich bei Martha und Roman Schwienbacher bedanken, die uns in ihrer Pension www.pension-sachsalber.com als Gruppe von 19 Personen bestens bekochten und  beherbergten. Nicht zuletzt mit ihrer Hilfe und ihrem Know-how trugen sie zu herrlichen Biketagen im Vinschgau bei. Also Martha und Roman, ein herzliches DANKESCHÖN!

Unser hauptsächlicher Dank gilt unseren MTB Fachübungsleitern Holger Graser und Holger Kraft, die durch ihre sehr gute Vorbereitung und den richtigen Riecher wieder einmal alles bestens gemacht haben, um unsere große "durchmischte" Gruppe und auch unsere individuellen Ansprüche zufrieden zu stellen.


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