Mountainbike - Juli, 2018

24 Stunden-Tour mit dem MTB

Eine sportliche Herausforderung oder Wahnsinn? Erstmalig stand in diesem Jahr neben den regelmäßig angebotenen hoch interessanten MTB-Touren der Sektion Bad Hersfeld auch eine 24 Stunden- Fahrt mit auf dem Programm. Dabei galt es den Landkreis Hersfeld- Rotenburg über Feld- und Waldwege in dem gesteckten Zeitrahmen einmal zu umrunden.

Am 23.06.2018 kurz vor 10.00 Uhr trafen sich in Bad Hersfeld eine hohe Anzahl an Teilnehmer (16 Mountainbiker im Alter von 15 bis 64 Jahren), um gemeinsam diese Tour zu bestreiten. Einige, insbesondere die von Niederaula gestarteten Teilnehmer, hatten sich bis zum Haupttreffpunkt in Bad Hersfeld (der Summer Cohibar) schon etwas warmgefahren. Die Temperaturen an diesem Morgen waren gut 10 Grad niedriger als an den vergangen Tagen. Die schon gewohnten kurzen Hosen gehörten deshalb, bis auf wenige Ausnahmen, nicht zum Outfit der Biker. Immerhin hatte der Wetterbericht für die Region gegenüber den Vortagen erheblich niedrigere Temperaturen aber zum Glück keinen Regen angesagt.

Gut gelaunt ging es dann auf die Strecke über den Lutherweg 1521 nach Friedewald. In Friedewald angekommen war erstmal eine kleine Kaffepause beim dortigen Bäcker angesagt. Die begrenzten Sitzgelegenheiten im Bäckerladen wurden dabei gut ausgelastet. Dabei gilt anzumerken, dass die nette Verkäuferin aber auch sehr gut mit dem Ansturm klar kam.

Frisch gestärkt ging es dann weiter über eine längere Strecke auf dem sehr schönen  Frau Holle Pfad in Richtung Nentershausen. Entgegen der Wetterprognosen hatte es dann inzwischen doch zu regnen begonnen, worauf der eine oder andere nochmal in seinen Rucksack greifen musste um etwas regendichtere Bekleidung anzulegen.

Vor Nentershausen bis kurz vor dem Ort wurden wir mit einem herrlichen Single-Trail belohnt. Mit gut 75 km Strecke in den Beinen in Nentershausen angekommen, war es an der Zeit sich beim Italiener im Ort zu stärken.
Gut gestärkt ging es weiter über den Wartburgpfad in Richtung Rotenburg mit schönen Wald- und Feldwegen. In der Gaststätte Sportsbar in Rotenburg erwartete die Gruppe eine längere Pause, die kombiniert wurde mit Public Viewing des Fußball WM Spiels der deutschen Nationalmannschaft gegen Schweden. Nach einem glücklichen 2:1 Sieg über Schweden wurde die Fahrt am späten Abend fortgesetzt. Es war mittlerweile dunkel geworden und die Beleuchtung am Rad eingesetzt. Um Akku zu sparen wurde versetzt gefahren und dabei nur jede zweite Radbeleuchtung aktiviert. Dies hat sehr gut funktioniert. 

In der Nacht machte sich kaum Müdigkeit aber bei dem einen oder anderen eine gewisse Erschöpfung bemerkbar. Dementgegen zu wirken wurden dann entsprechende Gels oder Riegel dem Körper zugeführt, was auch die erhoffte Wirkung zeigte. Durch angepasstes Tempo unter fachkundiger Leitung der erfahrenen Bike-Guides traten in der Nachtfahrt bis auf kleinere Wehwechen (leichte Krämpfe und Sattelprobleme) bei keinem größere Probleme auf. 
Eine längere Bergauffahrt im Verlauf des Wartbugpfades führte schließlich mitten in der Nacht zur höchsten Erhebung der Strecke auf das Knüllköpfchen. Die Temperatur gegen 03:30 Uhr betrug dort nur noch 4°C. Dies führte dazu, dass nun die letzten Kurzhosen-Fahrer dann schließlich auch auf lange Hosen umrüsteten. Dickere Kleidung machte von dort aus auch Sinn, da von nun an eine längere Strecke bergab zu fahren war.

Gegen 4 Uhr begannen dann die ersten Vögel mit ihrem Gesang und als es langsam hell wurde, hat sich auch das eine oder andere Reh und Hase auf der Lichtung gezeigt – ein schönes Naturerlebnis. Der Akku, nicht vom Licht sondern vom Fahrer wurde nun doch langsam leerer als die Gruppe dann vom Knüllköpfchen mit ca. 130 km gefahrener Strecke in Kirchheim an einer Tankstelle ankam. Hier wurden die Energiereserven noch ein letztes Mal aufgefüllt, um dann den Rest der Strecke nach Bad Hersfeld zurückzulegen.
Nach über 16 Stunden reiner Fahrzeit im Sattel und 153 km bei ca. 3000 hm kam die Gruppe dann schließlich wieder in Bad Hersfeld an. Den Abschluss bildete ein gemeinsames ausgiebiges Frühstück im Hotel am Kurpark.

Fazit:
Es war eine schöne gut durchgeplante Tour mit vielen unvergesslichen Eindrücken. Eine Wiederholung sollte angestrebt werden. Danke an die Guides Holger und Holger


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