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Tour
12 - Leitung: Werner Kautzner Text und Bilder W.Kautzner |
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Das Unterengadin im
Schweizer Kanton Graubünden war unter Leitung des Wanderleiters
Werner Kautzner für eine Woche das Ziel von sieben Wanderfreunden
der Sektion Bad Hersfeld. Die anspruchsvollen Tagesetappen standen
auch ganz im Zeichen der Natur und Kultur, in einem Gebiet wo die
Bündner Romanische Sprache anzutreffen ist. Oft wurde der Gruß der
Engadiner „Alegra“ (d.h. Freue dich) den Bergwanderern
entgegengebracht.
Die Gruppe startete in der höchstgelegenen Shoppingmeile Europas – mit zollfreiem
Einkauf – in Samnaun, auf 1.800 Meter Höhe. Auf dem Weg zur Heidelbergerhütte mussten sich die Teilnehmer über das Zeblasjoch 2.500 Meter durch neugefallenen Schnee den Weg suchen. Bei strahlendem Sonnenschein erfolgte am nächsten Tag der Abstieg. Entlang von Bachläufen über zahlreiche Hängebrücken hinunter zu den Orten im Inntal, da in der Schweiz ein zusammenhängendes „Hüttennetz“ noch nicht so gesehen wird.
Die Unterengadiner Feriendörfer sind reich an romanischer Kultur, mit von Dorf zu Dorf unterschiedlicher Tradition. Außer Scuol dem Hauptort konnten prachtvolle Häuser in Sent, mit den geschweiften Barockgiebeln besichtigt werden. Der überschlanke neugotische Turm ist weithin sichtbar.
Nach dem Kulturtag führte am nächsten Tag der Weg mit 1.300 Höhenmeter hinauf in das Val d`Udina. Eine wildromantische Streckenführung, entlang der Felsenwand oder auch durch zahlreichen Tunnels. Das Etappenziel, die Sesvennahütte 2.258 Meter, befindet sich bereits in Italien, welches sich auch gleich an den günstigeren Preisen erkennen ließ. Außer einem guten Bergsteigeressen entschädigte ein wunderschöner Sonnenuntergang die Wanderer für die Mühen des Anstieges. Nach der Überquerung des höchsten Punktes dieser Tour mit 2.800 Meter führte der Weg über schöne Alpen und Weiden, durch ein „Meer“ von Herbstzeitlosen, begleitet von den Rufen der Murmeltiere hinunter bis zur Baumgrenze in den einzigen Nationalpark der Schweiz - nach S-charl. Hier ist im Museum „Schmelza“ zu sehen wie der Erzabbau früher erfolgte. Auch sind die letzten Spuren von Bären hier anzutreffen.
Wegen zu dichtem Nebel am folgendem Tag, die Sichtweite betrug in den Kammlagen unter
100 Meter, wurde die letzte Etappe geändert. So erfolgte anstelle des Aufstiegs der Weg hinunter nach Scuol, wo eine erlebnisreiche Woche ihren Ausgang fand und die Heimreise angetreten wurde.
